ICH SEHE DEN TOD NICHT ALS MEINEN FEIND,
SONDERN ALS DAS BETT IN DAS ICH MICH
LEGEN KANN WENN ICH EINMAL
MÜDE BIN

 

Auf der Suche nach dem Grund, nach dem Warum....

Weißt du was es heißt Schmerzen zu ertragen?

Pass genau auf, ich werd´ es dir jetzt sagen.

Ich wurde gehänselt, abgegrenzt und allein gelassen,

somit fing ich allmählich an mich zu hassen.

Wenn ich redete sagte man mir ich solle schweigen

und auch mein herzliches Lachen sollte ich vermeiden.

Deshalb setzte ich den ersten Stein meiner Mauer,

diese wuchs höher und höher und wurde grauer und grauer.

Allmählich begann ich mich selbst zu verletzten,

das vertrieb mir meine seelischen Schmerzen.

Ich wurde jedoch nie ernst genommen,

wodurch das Blut ist noch mehr geronnen.

Tiefe Narben hat es auf Haut und Seele hinterlassen

und ich hörte auch weiterhin nicht auf, mich zu hassen.

Jedesmal wenn ich in den Spiegel seh,

tut mir meine Seele noch mehr weh.

Ich hasse mich selbst, ich hasse die Welt,

auch wenn ich Familie und Freunde habe und genug Geld.

Aber ich komme mit mir selbst einfach nicht klar.

Ich hoffe ich wache auf und nichts ist wahr.

Ich möchte von mir fliehen und frei sein.

Möchte nicht mehr leben nur zum Schein.

Will nie mehr all diese Schmerzen spüren.

Möchte fliegen und mich endlich glücklich fühlen.

 

Warum ich mich selbstverletzte?

Wenn ich zurückdenke, kann ich keine klaren Gründe finden. Ich würde sagen, es war ein langjähriger Prozess... Verschiedene kleine Gründe ballten sich zu einem Großen zusammen. Ich habe nicht so viel mitgemacht, wie andere, die sich auch selbstverletzen. Ich habe eine wunderbare Familie und viele "Freunde". Ich wurde weder geschlagen, noch misshandelt! Aber ich bin sehr sensibel. Ich habe viele Fehler gemacht in meinen Leben, die mich jetzt verfolgen. Ich wurde oft abgegrenzt, verarscht und nicht Ernst genommen. Man hat auf meinen Gefühlen herumgetrampelt. Im Schulbus hat man mich verarscht und meinen Freundinnen hatten mitgelacht - das tat am meisten weh! Ich hatte Angst in den Bus zu steigen, ich war traurig und enttäuscht. Warum hatten sie es ausgerechnet auf mich abgesehen? Ich hatte außerdem oft Liebeskummer, denn ich war anders, wie meine Freundinnen. Schon mit 14 Jahren war ich fast 1,80 m groß - Die Jungs waren da natürlich kleiner. Ich war mollig und hatte Pickel. Kein Junge wollte mich haben. Ich kam mir immer hässlicher vor. Sie haben es so weit gebracht, dass ich Anfing mich zu hassen!

 

Ihr wollt wissen, was mich quält?
Ich zeig es euch, kommt mit in meine Welt...

...in meiner Welt sieht man die Sonne nicht,
man sieht nur Schatten, kein Licht.

...in meiner Welt gibt es Frühling, Sommer und Herbst nicht,
es gibt nur Winter, der alles einhüllt in seiner eisigen Schicht.

...in meiner Welt ist Freude nicht erlaubt,
sie wird einem sofort geraubt.

...in meiner Welt sieht man die blühende Rose nicht,
nein, man sieht den Dornen an den man sich sticht.

...in meiner Welt ist der Himmel nicht mehr blau,
er ist eisig schwarz und grau.

...in meiner Welt gibt es auch den Frieden nicht,
denn Hass und Leid ersperren einem die Sicht.

...in meiner Welt weht ein schöner Wind nicht,
es weht der Wind des Todes, der die Trauer spricht.

...in meiner Welt hat jeder ein furchtbares Geheimnis,
es liegt begraben auf dem Friedhof der Finsternis.

...in meiner Welt ist glücklichsein ein Verbrechen,
für jedes Lächeln wird man sich an mir rächen.

...in meiner Welt ist man seinem Tod so nah,
die Angst ist immer da.

...wisst ihr jetzt endlich was mich quält?
es ist das Leben in dieser Welt!

 

(Das Gedicht ist nicht von mir)

 

Ganz am Anfang

Mit ca. 12/13 Jahren ging es los mit meinen Selbstverletztungen. Angefangen habe ich mit heißem Wachs. Danach folgte der Zirkel, Scherben, Teppichmesser und zuletzt griff ich zur Rasierklinge. Ich schlug mir auch selbst ins Gesicht und begann mich zu bestrafen indem ich ununterbrochen fraß und mich somit in eine Essstörung stürzte. Ich wollte fressen, bis ich davon starb. Richtig schlimm wurde es mit 15. Meinen "Höhepunkt" erreichte ich Anfang 2003, bevor es blutete hörte ich nicht mehr auf! In dieser Zeit entstanden die meisten Narben. Inzwischen sind sie durch viel "Pflege" kaum mehr sichtbar, aber die Narben auf meiner Seele, werden mich wohl ein Leben lang begleiten!

Im Laufe unseres Lebens
bekommen wir allerlei Narben
an unserem Körper
und auf unserer Seele.
Die äußeren Narben
ergehen nie mehr -
doch durch die Zärtlichkeit
eines einzigen Menschen
verschwinden oft
- wie durch ein Wunder -
die Narben auf unserer Seele.

 

 

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